Die Deutsche Ensemble Akademie (DEA) ist Dachverband des Ensemble Modern (EM), der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) und der Jungen Deutschen Philharmonie (JDPH). Aufgabe der DEA ist die Pflege, Verbreitung und Weiterentwicklung der klassischen und zeitgenössischen Orchester- und Ensemblemusik, insbesondere auch die ideelle und wirtschaftliche Unterstützung von Projekten, bei denen besonders befähigten Musikern die Möglichkeit eröffnet wird, durch künstlerisch autonome Arbeit ohne kommerzielle Zwänge interpretatorische Spitzenleistungen zu erreichen und das Konzertprogramm-Repertoire zu erweitern. Der gemeinnützige Verein wurde in den 1980er Jahren gegründet und hat neben EM und JDPH immer wieder andere Ensembles, wie z.B. die Deutsche Kammerphilharmonie, das Chamber Orchestra of Europe und das Ensemble Resonanz aufgebaut bzw. gefördert.
Deutsche Ensemble Akademie e.V.
Schwedlerstrasse 2-4 / 60314 Frankfurt
USt-IdNr.: DE201740270
Tel: 069.943430-10
Fax: 069.943430-30
info@deutsche-ensemble-akademie.de
Präsident: Andreas Mölich-Zebhauser
Vizepräsident: Dr. Tilo Gerlach, Geschäftsführer der GVL
Geschäftsführer: Roland Diry
Das Ensemble Modern (EM), 1980 gegründet und seit 1985 in Frankfurt am Main beheimatet, ist eines der weltweit führenden Ensembles für Neue Musik. Derzeit vereint das Ensemble 19 Solisten verschiedenster Herkunft.
Das Ensemble Modern ist bekannt für seine weltweit einzigartige Arbeits- und Organisationsweise ohne künstlerischen Leiter. Die unverwechselbare programmatische Bandbreite umfasst Musiktheater, Tanz- und Videoprojekte, Kammermusik, Ensemble- und Orchesterkonzerte. So entstanden außergewöhnliche und oftmals langjährige Zusammenarbeiten wie u.a. mit John Adams, George Benjamin, Peter Eötvös, Heiner Goebbels, Hans Werner Henze, Mauricio Kagel, Helmut Lachenmann, György Kurtág, György Ligeti, Benedict Mason, Karlheinz Stockhausen, Steve Reich oder Frank Zappa.
Tourneen führten das Ensemble Modern bereits nach Afrika, Australien, China, Indien, Japan, Korea, Südamerika, Taiwan, Russland und die USA. Regelmäßig tritt es bei renommierten Festivals und an herausragenden Spielstätten auf der ganzen Welt auf. Jährlich gibt das Ensemble Modern etwa 100 Konzerte. In enger Zusammenarbeit mit Komponisten, verbunden mit dem Ziel größtmöglicher Authentizität, erarbeiten die Musiker jedes Jahr durchschnittlich 70 Werke neu, darunter etwa 20 Uraufführungen.
Die Gründung der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) im Sommer 2003 in Frankfurt am Main ist die konsequente Weiterführung dessen, wofür das Ensemble Modern (EM) seit nun 30 Jahren steht: Qualität auf höchstem Niveau, Spielfreude, interdisziplinäre Kunstprojekte und Internationalität.
Durch die Förderung der Kulturstiftung des Bundes, der Kunststiftung NRW, des Kulturfonds Frankfurt RheinMain sowie der Allianz Kulturstiftung kann die IEMA verschiedene Ausbildungsprogramme anbieten, die gezielt die künstlerische Auseinandersetzung zwischen hoch qualifiziertem Nachwuchs und renommierten Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur fördern. Seit der Gründung vergibt die IEMA Stipendien an junge Musiker, Dirigenten, Komponisten und Klangregisseure, die ein Jahr lang mit Mitgliedern des EM an zeitgenössischem Repertoire arbeiten. In 20 Konzerten pro Jahr werden die Ergebnisse präsentiert. Meisterkurse der Internationale Ensemble Modern Akademie werden seit 2003 regelmäßig beim Paxos Spring Festival in Griechenland und beim Festival Klangspuren im österreichischen Schwaz durchgeführt. 2005 wurden zudem sehr erfolgreich Kurse in Japan und Korea gegeben. In 2008 und 2010 wurde die Arbeit in Tokyo fortgesetzt. Meisterkurse in Kooperation mit der Siemens Stiftung in Beijing/China folgen.
www.internationale-em-akademie.de
akademie@ensemble-modern.com
Die Junge Deutsche Philharmonie wurde 1974 von jungen Musikern auf Eigeninitiative gegründet. Selbstverantwortung, wechselnde Dirigenten, freie Solistenwahl und eigene Programmentscheidungen bestimmen das Konzept des demokratisch organisierten Klangkörpers. Die Mitglieder sind Studierende aller Nationalitäten, die an einer Hochschule im deutschsprachigen Raum studieren und sich über ein Probespiel qualifiziert haben. Zu Gast ist die Junge Deutsche Philharmonie regelmäßig in der Berliner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, der Hamburger Musikhalle sowie bei nationalen und internationalen Festivals. Ausgedehnte Konzerttourneen führten das Orchester nach Indien, nach Nord- und Südkorea und Südamerika. Namhafte Dirigenten, Komponisten und Solisten arbeiten mit dem Orchester: Heinz Holliger, Pierre Boulez, Andrey Boreyko, Lorin Maazel, Sylvain Cambreling, Hans Zender, Peter Eötvös, Wolfgang Rihm, Steven Isserlis, Christian Tetzlaff, Frank Peter Zimmermann, Tabea Zimmermann, Sabine Meyer u.v.a.
Lothar Zagrosek, Chefdirigent und stellvertretender Intendant des Konzerthausorchesters Berlin, ist seit 1995 Erster Gastdirigent und Künstlerischer Berater der Jungen Deutschen Philharmonie.
Die 2011 erstmals stattfindende Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main „cresc...“ des Ensemble Modern und des hr-Sinfonieorchesters in Kooperation mit dem Internationalen Musikinstitut Darmstadt und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architektur Museum, der Internationalen Ensemble Modern Akademie und dem Institut für zeitgenössische Musik der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, bündelt die Kräfte hochklassiger Kulturinstitutionen der Region. In Konzerten in Frankfurt und Darmstadt präsentieren das Ensemble Modern, hr-Sinfonieorchester, hr-Bigband und internationale Gastensembles unter dem Motto „Musik und Raum“ u.a. Werke des Komponisten, Architekten und Wissenschaftlers Iannis Xenakis sowie Neukompositionen der Teilnehmer des Internationalen Kompositionsseminars, die in verschiedenen Ansätzen, Positionen und Perspektiven die Wechselwirkung von „Musik und Raum“ sinnlich erfahrbar machen.
cresc... 2011
Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main
25.-29.11.2011